Vielfalt erwünscht

Die Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten setzt Vielfalt in der Natur voraus

Extensiv bewirtschaftete Wiesen erhalten erst durch die schonende Nutzung eine Wertsteigerung, die an der Vielzahl an Pflanzen und Tieren erkennbar wird. Dabei ist zu beachten, dass diese Form der Bewirtschaftung mühsam und arbeitsintensiv ist und ohne helfende Hände oder entsprechenden Gerätschaften vielen Betrieben, trotz Förderung nicht mehr möglich ist diese zu pflegen.

Sehen wir jedoch diesen Schatz vor unserer Haustür, so offenbart sich für die Landwirtschaft als auch für den individuellen Gebrauch, eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten: z.B. Medizinalheu für die Tiergesundheit, Grundfutter für Jungvieh und trockenstehende Tiere, bessere Qualität tierischer Produkte, Futterheu für Kleintiere, als wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber wie Schmetterlinge, Bienen, Käfer etc., die, wiederum als Nahrung für andere Nützlinge, z.B. Vögel, zur natürlichen Regulation der Schädlingsbekämpfung beitragen. Ich nutze sie als Exkursionsfläche, für Kräuterführungen, als Erntefläche für Kräuterkochkurse und für den alltäglichen Bedarf in der Küche, Hausapotheke, Kosmetik u.v.m.

Kooperation und Kommunikation

Ein Grundsatz in der Permakultur lautet: "Sorge für die Erde, sorge für die Menschen, teile deine Überschüsse"
Ist man einmal auf dem Weg, so ergeben sich vielfältige Begegnungen. Schließlich haben alle dasselbe Ziel: Eine Landschaft, in der wir uns wohl fühlen, unsere Arbeit gerne machen, Erholung finden und den nächsten Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Dies bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen. Etwas zu zerstören geht ganz schnell. Schäden wieder zu reparieren dauert oft Jahrzehnte oder sind unrettbar verloren. Doch manchmal passieren Fehler einfach nur aus Unwissenheit.

War vor einigen Jahren Naturschutz noch ein undurchdringlicher Paragraphendschungel, so hat sich in diesem Bereich sehr viel getan. Interessante Bildungsangebote, Exkursionen, Projekte und vor allem die Bereitschaft um eine für alle verständliche Kommunikation.
Mein Interesse die Zusammenhänge und Abläufe in der Natur besser zu verstehen, motivierte mich, einige dieser Angebote zu nutzen, an Projekten teilzunehmen und mein Wissen aufzubauen. Daraus entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit dem ÖKL. Durch Aus-und Weiterbildungen und einem umfangreichen Erfahrungsschatz, vermittle ich inzwischen selbst als Monitoringbetreuerin und Biodiversitätsvermittlerin, von Bauer zu Bauer.
Bei meinen Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft, weiß ich die projektbezogene Unterstützung durch Ökologen sehr zu schätzen.

Dass Naturschutz auch humorvoll sein kann, verdeutlicht das Projekt von Wolfgang Suske und Johannes Maurer (suske consulting): www.ordentlich-schlampert.at, bei dem ich im Rahmen eines Seminars von der Illustratorin Nina Dietrich gezeichnet wurde. Die in diesem Seminar entstandenen Motive sind auf Postkarten gedruckt.