Der Weg nach Theklasien

Der persönliche Wunsch nach Biodiversität bedeutet in einem Spannungsfeld ideeller Einstellung und politischen Interessen zu agieren.
Dabei wird Naturschutz in der Landwirtschaft oft als Einschränkung und Gegensatz zum ökonomischen Ertrag gesehen.
Um diese alteingesessene Ansicht zu widerlegen, möchte ich anhand meines Permakulturbetriebes zeigen, dass dies keineswegs ein Widerspruch sein muss.

Vielfalt erwünscht

Anhand dieser Auflistung wird ersichtlich, dass die Natur, sowie der Mensch,  Zeit und Raum braucht um zu wachsen und sich zu entwickeln. Vielen sind noch die bunten artenreichen Blumenwiesen aus Kindheitstagen in Erinnerung.  Diese sind durch jahrzehnte- bzw. jahrhundertelange Bewirtschaftung durch den Menschen entstanden. Wer mit offenen Augen durch die Landschaft geht, kann beobachten, wie diese schleichend und kontinuierlich aus unserer Kulturlandschaft verschwinden. Die Nutzungsart sowie die Bedeutung extensiv bewirtschafteter Wiesen haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Die Landwirtinnen und Landwirte sind einem starken ökonomischen und politischen Druck ausgesetzt, der nun deutlich sichtbare Auswirkungen auf unser Landschaftsbild zeigt. Dabei geht wertvolles Wissen um die Nutzung der Kräuter verloren. Doch auch die Auswirkungen des Klimawandels und das evolutive Artensterben ist ein natürlicher Vorgang. Deshalb ist es umso wichtiger eine große Artenvielfalt zu fördern, damit sich gewisse Arten weiterentwickeln und den neuen Bedingungen anpassen können.
In unserer Verantwortung liegt es, unser Handeln stets zu überdenken und uns der Auswirkungen bewusst zu sein - also wieder mehr Bäuerin und Bauer zu sein und die Vorgänge in der Natur zu beobachten. 
Dazu gehört eine ökologische Landbewirtschaftung mit einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Wirtschaftsweise.